Weihnachten mit Kindern ist einfach etwas ganz Besonderes. Es ist diese Zeit im Jahr, in der wir versuchen, all die schönen Traditionen aus unserer eigenen Kindheit hervorzuholen und sie an die nächste Generation weiterzugeben. Und was wäre Weihnachten ohne den Duft von frisch gebackenen Keksen (oder Plätzchen, wie auch immer man sie nennen mag), der durch das ganze Haus zieht?
Auch bei uns gehört das gemeinsame Backen fest dazu. Es ist das ultimative Ritual, um in Weihnachtsstimmung zu kommen. Ja, es ist danach meistens eine riesige Sauerei, aber genau das sind die Momente, an die sich die Kids später erinnern werden.
Klassische Weihnachtskekse sind leider oft vollgestopft mit Dingen, die unserem Körper – und vor allem unserem Darm – nicht besonders gut tun. Weizenmehl und industrieller Zucker stehen in den meisten Rezepten ganz oben auf der Liste.
Hier muss natürlich jede Familie für sich selbst entscheiden, wie sie damit umgeht. Ich bin kein Fan von Verboten, aber ich achte darauf, dass wir Alternativen finden, die uns nicht komplett aus der Bahn werfen.
Wir haben bei uns eine kleine Strategie entwickelt: Bei uns wird erst relativ kurz vor dem eigentlichen Fest gebacken. Warum? Weil die Weihnachtszeit ohnehin schon eine einzige „Nasch-Falle“ ist. Überall gibt es Adventskalender, Nikolaus-Sackerl und süße Aufmerksamkeiten. Wenn wir schon im November die Dosen füllen würden, wäre das Dauer-Naschen vorprogrammiert.
Indem wir das Backen auf die Zeit kurz vor Heiligabend schieben, bleiben die Kekse etwas Besonderes. Sie sind kein Alltags-Snack, sondern das Highlight für die Feiertage. So bewahren wir uns den Genuss, ohne dass es in einen zuckrigen Dauerzustand ausartet.
Wer meinen Blog liest, weiß, dass ich zum Thema Zucker eine sehr gespaltene Meinung habe. (Wer mehr darüber wissen will, kann das gerne in diesem Artikel nachlesen). In diesem speziellen Mürbteigrezept backen wir tatsächlich meistens mit ganz normalem (braunem Vollrohr-)Zucker.
Das Schöne an diesem Rezept ist aber: Du bist flexibel! Wenn du möchtest, kannst du den Zucker (teilweise) durch einen passenden Süßstoff ersetzen. Un da auf viele Plätzchen am Ende sowieso noch eine Glasur oder Puderzucker kommt, kann man die Zuckermenge im Teig selbst oft noch ein Stück reduzieren, ohne dass es dem Geschmack schadet. Für uns sind diese Kekse eine bewusste Nascherei, die wir mit Genuss und gutem Gewissen essen, auch weil die Basis lektinfrei ist.
Damit die Zeit in der Küche Spaß macht und nicht in Stress ausartet, liebe ich Rezepte, die unkompliziert und vielseitig sind. Mein lektinfreier Mürbteig ist die perfekte Basis für so ziemlich alles. Um euch zu zeigen, wie wandelbar er ist, habe ich hier drei Varianten für euch vorbereitet:
Egal, für welche Variante ihr euch entscheidet: Genießt das gemeinsame Backen und die Zeit mit euren Liebsten. Es geht nicht um die perfekten, symmetrischen Kekse, sondern um den Spaß dabei.
Frohe Weihnachten euch allen!
Alles Liebe, Julia & Familie
Alles idealerweise mit der Küchenmaschine (Flachrührer oder Knethaken) so lange gut durchkneten, bis ein geschmeidiger, fester Mürbteig entsteht. Das kann etwas dauern, bis das bröselige Gemisch sich zusammenfügt. Ist es trotzdem zu trocken, teelöffelweise Wasser dazugeben (1-2 TL sollten reichen).