Lektinfreies Sauerteig-Krustenbrot (glutenfrei, vegan)

Schwierigkeit: Mittelschwer

Ach, Brot!

Im Alpenraum ist es ja quasi unser Nationalheiligtum – Brot gehört einfach dazu. Brotzeit, Jause, Vesper – wie man es auch nennt, ohne Brot ist es einfach … öd. Kein Wunder also, dass Brot ganz oben auf meiner „To-Crack“-Liste stand, als wir auf lektinfreie Ernährung umgestellt haben.

Nach einer Reihe von Experimenten ist mir nach vielen traurigen Fladen und harten Ziegelsteinlaiben irgendwann ein gutes Hefebrot gelungen. Hurra! Aber Sauerteig? Das ist noch mal eine andere Nummer und ich habe mich lange darum gedrückt mich darauf einzulassen. Überzeugt haben mich dann die Rezepte von Claudia Curici in ihrem Blog Creative in My Kitchen, über den sie mir das Thema Sauerteig auf angenehm unaufgeregte Art näher gebracht hat.

Eigentlich wollten wir ja nie ein Haustier – aber jetzt haben wir praktisch eins. Unser Sauerteig wird regelmäßig gefüttert, muss gepflegt werden und darf sogar mit in den Urlaub fahren. Dafür macht er uns herrlich duftendes Brot, knusprige Brötchen und die beste Pizza, die wir je hatten. Da kann doch kein anderes Haustier mithalten, oder?

Dieses Sauerteigbrot jedenfalls ist ein echter Familienliebling. Es riecht fantastisch und schmeckt auch allesfressenden Gästen.

Im Laufe der Zeit werde ich euch noch ein paar Variationen vorstellen – und auch, wie ich meinen Sauerteig selbst gezüchtet habe. Aber jetzt gibt’s erst mal das Rezept für das “basic” Sauerteigbrot à la kinderleicht lektinfrei. Viel Spaß beim Backen!

 

Leider wurde der Rezeptteil serverseitig gelöscht, als schnelle Überbrückung hier das Rezept:

 

Zeiten

  • Vorbereitung: 20 min
  • Backzeit: 80 min bei 240°C
  • Ruhezeit: 18 hour

Zutaten

Vorteig

  • 30 g Sauerteig
  • 15 g Hirsemehl
  • 15 g Sorghummehl
  • 40 ml Wasser

Zutaten nass

  • 320 ml Wasser
  • 8 ml Honig
  • 8 ml Olivenöl
  • 18 g Flohsamenschalen (ganz)

Zutaten trocken

  • 100 g Hirsemehl
  • 85 g Sorghummehl
  • 60 g Tapiokastärke
  • 10 g Salz

Anleitung

Vorteig

Frischen Sauerteigstarter in der Glasschüssel mit Mehl und Wasser anrühren und zugedeckt bei Zimmertemperatur 8-18 Stunden stehen lassen (z.B. spät abends ansetzen und morgens backen).

Nasse Zutaten anmischen

In der Rührschüssel lauwarmes Wasser, Honig und Olivenöl verrühren und zügig mit den Flohsamenschalen vermischen. Vorteig zum Flohsamenschalengel schütten und verrühren.

Trockene Zutaten mischen

Alle trockenen Zutaten auf die Vorteig-Flohsamenmischung abwiegen und mehrere Minuten gut verkneten. Zwischendurch Mehl vom Boden der Schüssel kratzen und verkneten.

Teig zweimal gehen lassen und Ofen vorheizen

Teig mit Küchentuch abdecken und eine Stunde gehen lassen. Nach einer Stunde etwas die Luft hinauskneten und den Teig in ein mit Hirsemehl bemehltes Gärkörbchen legen. Wenn du kein Körbchen hast, lege den Teig in eine bemehlte Schüssel für ein rundes Brot oder in eine Kastenform. Eine Stunde gehen lassen. Ca. eine halbe Stunde vor Ende der Gehzeit Ofen mit Backblech im unteren Drittel und Metallform darunter auf 240 Grad Ober-Unterhitze vorheizen.

Brot backen

Nach einer Stunde Teig auf ein Backpapier stürzen und an der Oberseite mehrmals tief einschneiden. Ofen öffnen, das Backpapier mit dem Teig auf das heiße Backblech stellen. Wasser in das Metallgefäß gießen (Achtung spritzt!). Ofen sofort schließen. 50 Minuten bei 240 Grad backen. Danach Ofen öffnen, Dampf entweichen lassen und Metallform mit Wasser entnehmen. Temperatur reduzieren und nochmal 50 Minuten bei 200 Grad backen. Vor dem Aufschneiden abkühlen lassen.

Lektinfreies Sauerteig-Krustenbrot (glutenfrei, vegan)

Schwierigkeit: Mittelschwer

Das Rezept findest du oben

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  1. Julia

    Liebe Christa,
    Du meinst es entsteht eine Art Hohlraum zwischen Kruste und Krume, oder?
    Wenn das Rezept schon funktioniert hat überlege ob sich etwas geändert hat. ZB Temperatur bei der das Brot geht, andere Mehlmarke etc.

    Hier was ich probieren würde:
    1. Weniger Wasser nehmen. So schließt du aus, dass die Hydration zu hoch war. Da unterschiedliche Hirsemehle unterschiedlich viel Wasser aufnehmen würde ich mal mit 2/3 der angegebenen Wassermenge starten und dann nur soviel zugeben wie nötig um einen geschmeidigen gut formbaren Teig zu bekommen.

    2. Teig gut gehen lassen. Er muss sichtbar aufgegangen sein und sich beim Eindrücken weich wie ein Marshmallow anfühlen.

    3. Tief einschneiden. Der Teig braucht eine klare Sollbruchstelle, damit er an der richtigen Stelle aufgeht. Ich schneiden den Teig mehrere Zentimeter tief ein über die ganze Länge.

    4. Heißen Pizzastein oder Backblech vorheizen, gut Dampf machen. Eine heiße Metallschale mit Wasser dazu, die ersten 15 Minuten mit viel Dampf backen, dann Dampf ablassen. So kann das Brot gut aufgehen.

    5. Klopftest und komplett auskühlen lassen. Wenn es nach der Backzeit beim Klopfen unten hohl klingt, raus aus dem Ofen, auf ein Gitter, und erst anschneiden, wenn es wirklich kalt ist. Nicht lauwarm.

    Ich hoffe das hilft, sonst schick mir gern ein paar Fotos.

    Alles Liebe, Julia

  2. Christa

    Liebe Julia, ich backe das Brot seit einiger Zeit, genau nach dem Rezept. Die letzten Male habe ich jedoch immer einen Riss oben, unter der Kruste bekommen.
    Ich habe schon etwas recherchiert und bin dabei auf die Ursache von ev. zu langer Gehzeit gestoßen. Die hab ich jetzt zwischen 3 – 4 Stunden eingehalten, ändert jedoch nichts.
    Hast du diese Erfahrung auch gemacht oder weißt du vielleicht einen wertvollen Tipp??
    Vielen Dank! Christa

  3. Christa

    Liebe Julia, das Rezept ist nicht mehr verfügbar?? Bitte wieder anführen! Vielen Dank! Christa

  4. Julia

    Hallo Christa,
    freut mich sehr!
    Du kannst den Honig am besten einfach weglassen oder durch Reissirup ersetzen (der unterstützt die Fermentation perfekt und ist fruktosefrei).
    Erythrit geht zwar auch, liefert den Hefen aber keine Nahrung und bringt bei der geringen Menge kaum Süße, daher lohnt es sich im Brot eigentlich nicht.
    Wenn du es probierst und es dir schmeckt würde ich mich sehr über eine Bewertung freuen. ☺️⭐️ Danke!
    Alles Liebe, Julia

  5. Christa

    Hallo, das Rezept ist hervorragend und das Brot schmeckt sehr lecker!! Kann man den Honig aufgrund Fructoseintoleranz auch ersetzen mit Erythrit? Danke!

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